AllgemeinesHäufige Fragen zum allgemeinen Wohngeld

1. Was alles zählt zum Einkommen?

Zu den Einnahmen zählen steuerfreie sowie steuerpflichtige Einnahmen, einmalige sowie regelmäßige Einnahmen.

Zum Bruttoeinkommen gehören beispielsweise:
  • Arbeitseinkommen
  • Gehälter, Löhne, Weihnachtsgeld usw.
  • Steuerfreie Zuschläge für Sonntags-, Nacht- und Feiertagsarbeit
  • Pauschal besteuerte oder steuerfreie Arbeitslöhne
  • Lohnersatzleistungen
  • Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II, Unterhaltsgeld
  • Kurzarbeitergeld, Schlechtwettergeld
  • Krankengeld, Mutterschaftsgeld
  • Sonstige Einnahmen
  • Renten, Pensionen, Versorgungsbezüge
  • Unterhaltszahlungen
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen

Im Zweifel geben Sie besser sämtliche Einkünfte an - es ist für Sie und Ihre zuständige Behörde unangenehm, wenn später Wohngeldzahlungen zurückverlangt werden.

2. Sind finanzielle Belastungen absetzbar?

Das Wohngeldgesetz bietet hierfür nur begrenzte Möglichkeiten, meist in Form von pauschalen Freibeträgen. Sie können aber zum Beispiel einreichen:

  • Werbungskosten über 920 EUR bei nicht selbstständiger Tätigkeit,
  • Private Kranken- oder Altersvorsorge
    (Achtung: Es ergeben sich nicht immer Auswirkungen auf das Wohngeld!),
  • Unterhaltszahlungen, die Sie leisten,
  • Schwerbehindertenausweis bei einem Grad der Behinderung von 100 %.

Bei einem geringeren Grad der Behinderung (unter 80 %) muss zusätzlich ein Nachweis über eine häusliche Pflegebedürftigkeit vorliegen.

3. Was gehört zur Miete?
Zur Miete gehören auch:
  • Kosten des Wasserverbrauchs
  • Kosten der Abwasser- und Müllbeseitigung
  • Kosten der Treppenbeleuchtung

Diese Kosten können der Miete auch dann zugeschlagen werden, wenn sie auf Grund des Mietvertrages oder einer ähnlichen Nutzungsvereinbarung nicht an den Vermieter, sondern direkt an einen Dritten (z.B. Gemeinde) bezahlt werden.

  • Da die Mietenstufen von Gemeinden und Kreisen der einzelnen Bundesländer unterschiedlich sind, wird nicht immer alles voll anerkannt. Weitere Informationen finden Sie hier.
Nicht zur Miete gehören:

  • Kosten des Betriebes zentraler Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen, zentraler Brennstoffversorgungsanlagen sowie die vergleichbaren Kosten für die gewerbliche Lieferung von Wärme, insbesondere in Form der sog. Fernheizung,
  • Untermietzuschläge des Mieters an den Vermieter,
  • Vergütungen für die Überlassung von Möbeln, Kühlschränken und Waschmaschinen,
  • Zuschläge für die Benutzung von Wohnraum zu anderen als zu Wohnzwecken,
  • die anteilige Miete für Wohnraum, der ausschließlich einem anderen entgeltlich zum Gebrauch überlassen wird (z. B. bei Untervermietung) oder der unentgeltlich zum Gebrauch überlassen wird für den Fall, dass keine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft vorliegt. Übersteigt das Entgelt für die Gebrauchsüberlassung die auf den Wohnraum anteilig entfallende Miete, so wird es in voller Höhe von der Miete abgezogen. Genauso müssen auch Beiträge Dritter zur Bezahlung der Miete abgerechnet werden.
4. Und wenn sich etwas ändert?

Mitteilungspflichten des Wohngeldempfängers:

Der Antragsteller ist verpflichtet, die zuständige Wohngeldstelle unverzüglich zu unterrichten, wenn

  • der Wohnraum, für den Wohngeld gezahlt wird, z. B. wegen eines Wohnungswechsels, vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes von keinem zum Haushalt rechnenden Familienmitglied mehr genutzt wird,
  • die Miete oder Belastung sich um mehr als 15 % verringert,
  • das Familieneinkommen sich um mehr als 15 % erhöht (hierzu zählt auch, wenn diese Einnahmeerhöhung durch Erhöhung der zum wohngeldberechtigten Haushalt gehördenden Anzahl der Familienangehörigen verursacht wurde) oder
  • ein bei der Wohngeldberechnung in einem gültigen Bescheid berücksichtigtes Familienmitglied einen Antrag auf eine Transferleistung gestellt hat.

Beachten Sie bitte die Hinweise auf dem Bewilligungsbescheid!

Das Wohngeld kann auf Antrag erhöht werden, wenn

  • sich die Zahl der zum Haushalt rechnenden Familienmitglieder erhöht hat
  • die zuschussfähigen Wohnkosten um mehr als 15 % gestiegen sind
  • sich das Familieneinkommen um mehr als 15 % verringert hat. Hierzu zählt auch, wenn diese Einnahmeverringerung durch Verringerung der zum wohngeldberechtigten Haushalt gehörenden Anzahl der Familienangehörigen verursacht wurde.
5. Wer ist Familienmitglied?
Zu den Familienmitgliedern nach dem Wohngeldrecht zählen
  • Haushaltsvorstand, Ehegatte, Eltern, Kinder (auch Adoptiv- und Stiefkinder)
  • Geschwister, Onkel, Tanten, Schwiegereltern, Schwiegerkinder, Schwager, Schwägerin
  • weitere Angehörige, die das Wohngeldgesetz nennt.

Familienmitglieder können bei der Bewilligung von Wohngeld nur berücksichtigt werden, wenn sie mit dem Haushaltsvorstand in einem gemeinsamen Haushalt leben, d.h. eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft führen und nicht vom Wohngeld ausgeschlossen sind .
Ist ein wohngeldberechtigtes Familienmitglied verstorben und wird die Wohnung beibehalten, so wird für die Dauer von 24 Monaten nach dem Sterbemonat die alte Haushaltsgröße bei den Höchstbeträgen für Miete und Belastung weiter zu Grunde gelegt.


Kurzinformationen zum Wohngeld:

Allgemeines
Wer bekommt Wohngeld?
Wer bekommt kein Wohngeld?
Wer gehört zu einer Bedarfsgemeinschaft?
Bewilligungsvoraussetzungen
Für welchen Zeitraum wird Wohngeld geleistet?
Wohngeldantrag und notwendige Unterlagen
Was ist neu seit 2004 und ab 2005?

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Kurzinformationen zum Wohngeld
PDF-Dokument: Informationen vom Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Informationen vom Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen